Freundesbrief Juni 26

Jul. 2026

Familie Kijjambu

Im Mai konnte die ganze Familie erstmalig einen dreitägigen Familienurlaub erleben, was allen gut tat. Gesundheitlich gibt es ein paar Herausforderungen: Momentan kämpft Priscilla gegen Malaria an. Peggy setzt ihre spezielle Behandlung wegen ihrer Sichelzellenanämie fort und Mutter Deborah sucht nach der richtigen Balance zwischen gesunder Ernährung und der Einnahme von Medikamenten wegen ihres Diabetes.

Bischof Gabriels Besuch in Deutschland

Von Ende Februar bis Ende März 2026 war Bischof Gabriel jetzt schon zum 4. Mal bei uns in Deutschland. Während seines Aufenthalts besuchte er viele Gruppen, Gemeinden und auch Schulen. Er berichtete über die sich ständig weiter entwickelnde Arbeit in Luwero mit all den neuen Herausforderungen und Projekten, auch hielt er Bibelarbeiten und Gottesdienste. Es kam dabei zu vielen schönen, ermutigenden Begegnungen und tiefgehenden Gesprächen, in denen viele neu in ihrem Glauben gestärkt wurden. Die Gemeinschaft mit Bischof Gabriel war wieder einmal sehr erfrischend und segensreich.

Während seiner Zeit hier konnte ihm ein lang gehegter Wunsch erfüllt werden: 3 Tage Paris mit Freunden. Wieder zurück in Deutschland besuchte er auch verschiedene Bauernhöfe. Dabei erhielt er von den Bauern wichtige Anstöße für die Schweine- und Rinderzucht auf seiner Farm und auch für sein neuestes Projekt: die "Wirtschaftsinitiative Start-Ferkel".

Wirtschaftsinitiative Start-Ferkel /Luwero Community Economic Initiative (LCEI)

Seit einiger Zeit läuft die Wirtschaftsinitiative Start-Ferkel, die von Bischof Gabriel initiiert wurde. Die Idee dahinter ist, dass Witwen und alleinerziehende Mütter unterstützt werden sollen, indem sie ein Ferkel als Startkapital für den Aufbau einer eigenen Schweinezucht erhalten. Wirft das großgezogene Schwein dann zum ersten Mal eigene Ferkel, gibt die Frau den ganzen Wurf Ferkel zurück an die Initiative, die dann weitere 57 Ferkel zur Verfügung hat, um andere Frauen zu unterstützen. Alle weiteren Würfe darf die Frau dann für sich behalten, um ihre eigene Schweineaufzucht aufzubauen.

Schon mehr als 4 000 Frauen konnte mit diesem Schneeballsystem geholfen werden. Und damit bewahrheitet sich der Slogan der Initiative: "One act of love can change thousands of lives - Eine Tat der Liebe kann tausende Menschenleben verändern" oder auch der Bibelvers aus Sprüche 11,25 "Wer andere erfrischt, wird selbst erfrischt", der ein weiterer Leitspruch dieser Initiative ist.

Ebola

Seit 16. Mai 2026 wurden jetzt auch in Uganda die ersten Ebolafälle bestätigt. Es handelt sich dabei um den seltenen Bundibugyo Virus, gegen den es weder Impfstoff noch eine gezielte Therapie gibt. Ab dem 27. Mai wurde deshalb die Grenze zum Kongo von der Regierung geschlossen. Die Bevölkerung Ugandas wurde dazu aufgerufen, die von der Regierung eingeführten Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung von Ebola zu befolgen.

Auch Bischof Gabriel hält sich strikt an die Auflagen der Regierung: Die Schüler dürfen zwar noch zur Schule gehen, aber es gelten strenge Hygienemaßnahmen. Beim Betreten der Schule werden Fieberkontrollen durchgeführt und die Hände werden gewaschen. Sowohl Lehrer als auch Personal erhalten spezifische Schulungen und Verdachtsfälle müssen sofort gemeldet werden. Bischof Gabriel ist dankbar für unsere Gebetsunterstützung.

Schule

Die weiterführende Schule ist sehr stolz auf 8 Schüler, die nach ihrem Abschluss letztes Jahr ein Studium an der Universität begonnen haben. Außerdem erzielte die Schule in Luwero den 8. Platz auf der Rangliste des Landkreises. Dennoch kommt es immer wieder dazu, dass Lehrer an andere Schulen wechseln, wo sie besser bezahlt werden. Die Grundschule freut sich daher sehr, dass nach dem Abgang von zwei Lehrern wieder zwei neue Lehrer dazugekommen sind.

Auch baulich gibt es einige Neuerungen an der Schule. Unterirdische Wasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 40 000 Litern wurden errichtet. Dank des Anschlusses ans Stromnetz vor einem Jahr konnten die Wassertanks mit Filteranlagen ausgestattet werden, um sauberes Trinkwasser zu erhalten. Während die weiterführende Schule noch eine Küche hat, in der auf dem Boden gekocht wird, gibt es in der Grundschule schon die von der Regierung geforderte neue Küche mit besseren hygienischen Standards.

Auch die Sanitäranlagen im gesamten Projekt wurden modernisiert. Mit dem Geld der "Eine Welt Förderung" aus dem Landkreis Böblingen werden aktuell barrierefreie Sanitäranlagen für Schüler mit körperlichen Einschränkungen gebaut.

Aktuell ist die Berufsschule in die weiterführende Schule integriert. Ein Berufsschulzweig stellt beispielsweise Verbundpflastersteine her, mit denen der Bereich rund um die Kirche und die Grundschule gepflastert wird. Bischof Gabriel liegt die Berufsschule weiter am Herzen, er möchte sie als eine 2-jährige Berufsschule besser für seine Schüler ausbauen mit noch mehr angeboten.

Kirche

Im Mai fanden gleich drei Veranstaltungen statt: die 5-tägige Pastorenkonferenz mit ungefähr 600 Teilnehmern und der Kids Club – ein Kinderferienangebot mit ca. 500 Kindern. Parallel dazu belegten 32 Studenten die Bibelschulmodule der ICCU (International Christian College Uganda). Thema der Pastorenkonferenz war "Leben im Namen Jesu". Neben Vorträgen im Plenum gab es viele Workshops, zu denen die Pastoren und Gemeindeleiter gehen konnten.

Unterstützt wurden die afrikanischen Referenten von Ernie Bayton und Stuart Smith vom Partnermissionswerk aus Schottland, die gleichzeitig die Bibelschulmodule mitbetreuten.

Die beiden Schotten freute es besonders, dass die Bibelschulmodule schon im 2. Jahr ohne ausländische Referenten nur von ugandischen Pastoren unterrichtet wurden. Diese wiederum arbeiteten mit dem Material, mit dem die Schotten die ugandischen Pastoren in den Jahren zuvor ausgebildet hatten. Das ist Teil der langfristigen Strategie im Sinne der Nachhaltigkeit.

Mit Luftballons, Wimpelketten, Ansprachen, einer feierlichen Banddurchschneidung, der Enthüllung einer Gedenktafel und einer Festtagstorte fand während der Konferenzwoche die offizielle Eröffnungsfeier einer Bibliothek für die Bibelschule statt. Damit wurde ein weiterer Teil der Vision Bischof Gabriels für Luwero verwirklicht. Nun können sich die Studenten mit Bibeln, Konkordanzen, Bibelkommentaren, Wörterbüchern und christlichen Büchern auch eigenständig weiterbilden.

Im Kids Club mit Kindern zwischen 3 und 12 Jahren beschäftigten sie sich mit dem Leben Abrahams und wie ihn Gott segnete durch Glaube und Gehorsam. Viele Kinder entschieden sich bei dieser Konferenz für ein Leben mit Jesus. Am Schluss zeigten die Kinder den Pastoren eine halbe Stunde lang, was sie die 5 Tage über gelernt hatten.

Leider regnete es während der Konferenz stark, sodass die ausgeliehenen Zelte, die für die Kinderkonferenz aufgebaut worden waren, großen Schaden davontrugen. Die Zelte konnten nur mit einigem finanziellen Aufwand wieder repariert zurückgegeben werden. Jetzt besteht der Wunsch, dass man sich eigene 100- Personen- Zelte vor der nächsten Jugendkonferenz im August zulegt. Die Anschaffung der Zelte wird mit Spendengeldern aus Deutschland unterstützen.

Spenden

Bitte überprüfen Sie Ihre Spendenüberweisungen. Eine neue EU-Verordnung verpflichtet alle Banken dazu, bei Überweisungen zu prüfen, ob der korrekte und vollständige Name des Empfängers angegeben ist. Der korrekte und vollständige Name für Ihre Überweisung lautet:

Christliches Kinderhilfswerk Luwero- Uganda

IBAN: DE24 6035 0130 0001 0955 26

BIC: BBKRDE6BXX

Herzliche Grüße Lisa Scholder Freundeskreis Hanna Schneckenburger Vorstand


Dank

  • Wertvolle Begegnungen mit Bischof Gabriel

  • Familienurlaub der Familie Kijjambu

  • Neue Bibliothekseröffnung

  • Wirtschaftsinitiative Start-Ferkel

  • Fortschritte des Baus mit Filteranlage und Wassertanks

Fürbitte

  • Bewahrung vor Ebola

  • Jugendkonferenz in den Sommerferien

  • Regen für die anstehende Ernte

  • Für die große Armut und Hunger der Familien im Norden Ugandas

  • Mehr Mitarbeiter in Deutschland für die ehrenamtliche Arbeit für CKLU

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